Saudi-Arabien kritisiert UAE-Unterstützung für Separatisten im Jemen

Die saudische Regierung hat die Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) für die separatistischen Kräfte im Jemen als direkte Bedrohung ihrer nationalen Sicherheit bezeichnet. Dies geschah nur wenige Stunden nach Luftangriffen der von Saudi-Arabien geführten Koalition auf die Stellungen der Separatisten.

Dringender Appell des jemenitischen Präsidialrats

Der jemenitische Präsidialrat forderte die emiratischen Truppen auf, das jemenitische Staatsgebiet innerhalb von 24 Stunden zu verlassen. Außerdem wurde die gemeinsame Verteidigungsvereinbarung mit den VAE aufgehoben, und für 90 Tage der Ausnahmezustand ausgerufen. Zusätzlich verhängte der Rat ein dreitägiges Luft-, See- und Landembargo für alle Häfen und Grenzübergänge.

Hintergrund der Spannungen

Die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und den separatistischen Kräften, die von den VAE unterstützt werden, eskalieren zunehmend. Saudi-Arabien hatte zuvor die Hafenstadt Mukalla bombardiert, um eine Waffenlieferung der VAE zu stoppen, die an die separatistischen Kräfte geliefert werden sollte. Diese Aktionen markieren eine Verschärfung des Konflikts zwischen den beiden Golfstaaten im Kontext des seit über einem Jahrzehnt andauernden Krieges gegen die Huthi-Rebellen.

Reaktionen der lokalen Behörden

Die lokale Verwaltung in der Provinz Hadhramaut befürwortete den Beschluss des Präsidialrats, die emiratischen Truppen aus allen Gebieten zurückzuziehen. Sie betonte ihre volle Unterstützung für die Umsetzung der Entscheidungen und koordinierte den geordneten Übergang der Militärstandorte an die jemenitischen Truppen, um Stabilität und Sicherheit für die Bevölkerung zu gewährleisten.

Historischer Kontext

Die Separatistenbewegung im Süden des Jemen strebt die Wiederherstellung eines unabhängigen Südjemen an, der von 1967 bis zur Vereinigung mit Nordjemen 1990 bestand. Derzeit kontrollieren die separatistischen Kräfte weite Teile der Provinzen Hadhramaut und Al-Mahra, während regionale Akteure zu Deeskalation und Verhandlungen aufrufen.

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